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 | Schlösser, Burgen, Ruinen im Nordschwarzwald |
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Untenstehend stellen wir Ihnen zunächst einige Burgen bzw. Ruinen im Nordschwarzwald vor. Die Rubrik soll selbstverständlich erweitert werden. Ziel ist es letztendlich, alle Burgen des gesamten Schwarzwaldes dargestellt zu haben. Wenn Sie uns bei diesem Vorhaben behilflich sein möchten, nehmen wir Ihre Auskünfte bzw. Fotos gerne entgegen.(Kontakt) Abgeschriebenes/Kopiertes aus dem Internet verkennen wir allerdings stets.
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Burgruine Eberstein
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Erstmals erwähnt wird die Burg nahe Baden-Baden als „Castrum Eberstein“. Sie war Stammsitz der Grafen von Eberstein. Die Ebersteiner waren einst eine der wohlhabendsten Familien in der Gegend und gründeten viele Dörfer in der Umgebung. Auch stifteten sie die Nordschwarzwälder Klöster Herrenalb und Frauenalb. Die Wehranlage besteht aus Haupt- und Vorburg und liegt auf einem steil nach Nordwesten abfallenden Felsen, der durch eine etwa 20 m tiefe Bodensenke mit dem künstlich geschaffenen Halsgraben vom Hauptrücken des Berges abgesondert liegt. Im Süden der Burg protzt eine aus dem 11. Jahrhundert stammende Schildmauer (besonders befestigter Teil der Ringmauer) aus riesigen, roten Steinquadern. Auf der Schildmauer sitzt der 18 m hohe Bergfried aus dem 13. Jahrhundert. Der früher nicht zugängliche Eingang, ein Rundbogenportal, lag ehemals in großer Höhe über dem steilen Nordostabfall. Heute ist der quadratische Bergfried begehbar. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben und zerfiel - die Ruine entwickelte sich schließlich zum einem beliebten Steinbruch.
Nebenbei: In der Nähe der Ebersteinburg in der Wolfschlucht findet man zwei imposante Felskanzeln. Die Teufels- und die Engelskanzel. Die beiden Kanzeln stehen sich gegenüber und ragen etwas 20 m aus der Tiefe. Auf einer Steintafel steht geschrieben, dass Kaiser Wilhelm I. während seiner Kuraufenthalte in Baden-Baden die Teufelkanzel gerne besuchte. Hat man die Eberstein und die Kanzeln besichtigt, sollte man den Battertfelsen auch noch einen Besuch abstatten. Der Battert ist ein kleines Felsengebiet, das unter Naturschutz steht, und von dem aus ein anmutiger Ausblick über Baden-Baden, das Oos- und Rheintal, zu den Höhen des Schwarzwaldes und den Vogesen möglich ist. Steile und bis zu 50 m hohe Felsmassive (man könnte sagen: das Elbsandsteingebirge kleiner und in rot), laden zum Wandern ein.
Anfahrt: In Baden-Baden der Beschilderung „Ebersteinburg“ folgen.
Weitere Informationen: http://www.ebersteinburg.de/
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Burgruine Hohenbaden
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Die große hoch über Baden-Baden auf dem Battert gelegene Burganlage des alten Schlosses gliedert sich in drei Teile: Die Oberburg, der sog. Hermannsbau, im Norden der Anlage befindlich, ist der älteste Teil. Dieser wurde größter Wahrscheinlichkeit nach von Hermann II. (1704 – 1130) erbaut und bis in das 13. Jahrhundert hinein ausgebaut. Die Unterburg, Bernhardsbau genannt, liegt im Süden der Burg und wurde von dem wohlhabenden Markgrafen Bernhard I. (1372 – 1431) errichtet. Aus dem mittelalterlichen Wehrbau entstand in der Zeit der Gotik, speziell zum Ende dieser Epoche hin, eine bewohnbare und repräsentative Residenz. Der Jakobsbau im Osten der Anlage wurde von Jakob I. (1431 -1453), dem Sohn von Bernhard I. erbaut. Der Jakobsbau schließt den unteren Burghof ab. Zudem verband Jakob I. den väterlichen Bau mit der Oberburg und ließ somit eine zusammenhängende Burganlage entstehen, so wie sie uns heutzutage im Großen und Ganzen noch erscheint. Die Zeit der Burganlage als badischer Residenzsitz endete Ausgang des 15. Jahrhunderts. 1479 verlegte Markgraf Christoph die Residenz in das Neue Schloss unten in Baden-Baden. Das alte Schloss diente fortan nur noch als Witwensitz. 1599 brannte das alte Schloss ab und verlor danach vollkommen an Bedeutung, bis man 1800 erkannte, dass eine Erhaltung der Ruine wichtig wäre. So verbat man die Entnahme von Steinen und begann mit Erhaltungsarbeiten. Nachdem Baden-Baden im Laufe des 19. Jahrhunderts ein bekanntes Bad geworden war, zog es viele namhafte Persönlichkeiten nach Baden-Baden. Es empfiehlt sich von der Burg aus den Battert (siehe Ruine Eberstein) etwas höher hinaufzuwandern. Sie erreichen nach kurzer Zeit eine Aussichtsplattform, die herrliche Blicke eröffnet. Folgen Sie dem Schild „Auf die Felsen“. Übrigens ist der Ort nicht erst seit dem Mittelalter bewohnt worden. Altertümliche Siedlungsspuren weisen auf ehemalige keltische Besiedlung hin.
Anfahrt: In Baden-Baden folgt man zunächst der Beschilderung „Ebersteinburg“. Später ist auch das „Alte Schloss“ angeschrieben. Vor der Burganlage befindet sich ein Parkplatz.
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Die Burgruinen Lichtenfels u. Sterneck
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Die Ruine Lichtenfels wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, bald darauf, wohl im Zuge einer Schlacht, zerstört und kurze Zeit später wiedererrichtet. Jedoch galt die Burg bereits im 15. Jahrhundert als „alter verfallender Burgstall“. 1427 erwarb Graf Friedrich von Zollern die zerfallene Burgruine, nachdem dessen Stammschloss Hohenzollern 1423 von den schwäbischen Reichsstädten zerstört worden war. Er errichtete die Burg wieder neu, musste sich aber schon bald wieder geschlagen geben. Er wurde von Truppen der Gräfin Henriette von Württemberg vertrieben. Im Zuge dieses Konfliktes wurde die Burg erneut zerstört. Übrig blieb von der Burg mit eben dargestelltem Auf und Ab eine Schildmauer aus großen geschichteten Hausteinen mit Fensterlöchern und einer Türöffnung. Eine Besonderheit stellen allerdings zwei durch einen Gang miteinander verbundenen Schießkammern dar.
Die etwa 7 Km von Lichtenfels entfernte Ruine Sterneck hatte ihren Ursprung um 1220. Die aus Bundsandstein erbaute Burg war vom Grundriss her annähernd ein Fünfeck mit einer Spitze Richtung Süden. Die Anlage wird von einem Halsgraben vom davor liegenden Gelände abgeschnitten. Ehemals führte über diesen eine Zugbrücke. Heute ist noch ein etwa acht Meter hoher Turm auf der Nordseite der Burg zu betrachten. Ein Teil im oberen Bereich dieses Turmes wird von einem reich profilierten Gesims aus der Renaissance abgeschlossen. Darauf befindet sich ein Aufbau aus dem 16. Jahrhundert.
Anfahrt: Von Horb Richtung Dornhan. Auf dem Weg dorthin befindet nördlich des Örtchens Bettenhausen ein Parkplatz.
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Burgruine Neu-Windeck
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Die auf einem Bergsporn südöstlich von Lauf gelegene fünfeckige Burganlage wird auch Laufer Schloss genannt. Die fünfeckige Burg wurde im 14. Jahrhundert von Bertold dem Älteren in gotischem Stil erbaut. An der Bergseite befindet sich ein enger Halsgraben im natürlichen Fels. Ehemals stand hier eine den heiligen drei Königen geweihte Kapelle, nachdem dieser Platz wohl ehemals heidnischer Dreiheit diente (die drei Nornen). Die Burg hat einen etwa 20 m hohen Bergfried vorzuweisen. Er hatte vier Geschosse unddrei Verliese. Der Eingang lag in 13 m Höhe. Begehbar ist der Bergfried heute durch eine Treppe. Auf der Nordseite der Burg befindet sich eine größere Öffnung, an deren Stelle sich das einstige Tor befunden hat. Eine Sage berichtet von einer Geisterhochzeit auf Neu-Windeck.
Anfahrt: Von Bühl nach Ottersweier. Von dort nach Lauf. In Lauf nach der Sparkasse links abbiegen.
Weitere Informationen: http://www.lauf-schwarzwald.de/common/neuwindeck.html
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Die Burgruinen Mandelburg u. Rüdenberg
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Die Burg wurde um 1250 erbaut. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts war die Kernburg mit Ringmauer und Bergfried so heruntergekommen, dass eine grundlegende Erneuerung von Nöten war. Allerdings hatte auch diese Form der Burg nur etwas hundert Jahre bestand, bis sie während des Bauernkrieges einem Großbrand zum Opfer fiel, der nur den Bergfried verschonte. Die Ruine besteht aus zwei Teilen, die durch einen Halsgraben getrennt sind. Östlich waren Bergfried und Hauptburg, während westlich die Vorburg und die Wirtschaftsgebäude lagen. Der den Bauernkrieg überstandene Bergfried fungiert heute als Aussichtsturm. Er ist über 30 m hoch und besteht aus Buckelquadern mit Zuglöchern und Schießscharten. 1973/74 wurde der Bergfried zugänglich gemacht und kann bestiegen werden. Hat man den Bergfried mittels einer schmalen Wendeltreppe erklommen, belohnt einen die weite Aussicht. Des Weiteren bestehen noch eine Zisterne aus den Anfangszeiten der Burg, sowie Überbleibsel der Umfassungsmauern.
Etwa 4 KM von der Ruine Mandelburg entfernt liegt die Ruine der ehemaligen Burg Rüdenberg. Sie wurde wohl in den Zwanzigern des 11. Jahrhunderts erbaut. Die Burg ist durch einen bogenförmigen Halsgraben vom Vorgelände angetrennt. Der ehemalige Turm ist nur noch als Stumpf erhalten. Auch die ehemalige, die innere Burg umgebende Ringmauer ist nur noch anhand eines Schuttwalls zu erahnen.
Anfahrt: Von Altensteig über Egenhausen Richtung Pfalzgrafenweiler. Vor Pfalzgarbenweiler links Richtung Bösingen. An Bösingen an der Kirche rechts ab und der Beschilderung folgen.
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Burgruine Schauenburg
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Der Name der ehemaligen Zähringer-Burg stammt wohl aus dem althochdeutschen „scouwa“ bzw. aus dem mittelhochdeutschen „Schouwe“. Beide Begriffe meinen Wachturm. Um 1050 wurde die Burg von Zähringer Herzögen erbaut. 1240 - 1275 erfolgte der Ausbau als Schildmauerburg mit mehreren Wohntürmen. In den Erbfolgekriegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Burg stark in Mitleidenschaft gezogen und 1731 urkundlich als Ruine bezeichnet. Die Burg war eine typische Ganerbenburg (eine von mehreren Eigentümern bewohnte Burg). Zeitweise wurde sie von bis zu sieben Familien bewohnt. Erhalten sind noch zwei Wohntürme der ehemaligen Ganerbenfamilien. Die Türme sind fünf Stockwerke hoch. Der Vollmarsturm ist der mächtigste Wohnturm, der noch eine Reihe gekoppelter Fenster aus der Frühgotik zeigt. Das Bauprinzip dieser Wohntürme war ähnlich der der Bergfriede. So besaß jeder Turm einen eigenen hochgelegenen Eingang und in Richtung Hof nur wenige Eingänge, um im Falle einer Belagerung die Wohntürme für sich alleine verteidigen zu können. Zur Bergseite ist der Burgplatz durch einen tiefen Halsgraben gesichert. Der Halsgraben hatte eine Besonderheit vorzuweisen. Er konnte –ungewöhnlich für eine auf einer Anhöhe liegenden Burg – mit Wasser gefüllt werden.
Anfahrt: Auf der B28 nach Oberkirch. In Oberkirch Richtung Gaisbach. Nach Gaisbach Parkplatz Feldhauerhütte.
Weitere Informationen: http://www.schauenburg.de/
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